US: Ein neuer Ansatz, die Privatsphäre in einer von Daten angetriebenen Welt zu schützen?
Rubrik: NachrichtenM. Belke, 2B Advice GmbH - the privacy benchmark
Das Business Forum for Consumer Privacy (BFCP) –Mitglieder sind führende Unternehmen wie Microsoft, Google und Hewlett Packard- veröffentlichte am 11. März 2008 ein neues Konzept zum Schutz der Privatsphäre. Das „Nutzen und Pflichtenmodell“ (use and obligation model) baut auf existierenden Richtlinien und Prinzipien auf und richtet sein Augenmerk mehr auf den jeweiligen Anwendungszusammenhang als auf die Erhebung von Daten als Hauptantrieb für Benachrichtigung, Pflichten und Haftung. Diese Herangehensweise geht von der Annahme aus, dass in einem Umfeld, in dem Informationen über Personen aus vielen verschiedenen Quellen und in vielfältiger Weise gesammelt werden, der tatsächliche Anwendungszusammenhang eine bessere Ausgangslage für die Festlegungen von Anforderungen an die Haftung, Unternehmensführung und Aufsicht ist. Dieser Vorschlag baut auf die Prinzipien, die in den Leitfäden der OECD und den Datenschutzrichtlinien der APEC zu finden sind. Diese wurden allerdings so adaptiert, dass sie im gegenwärtigen dynamischen Umfeld besser funktionieren sollen. Anstatt vom Individuum zu verlangen, den Gebrauch seiner Informationen selbst zu überwachen bzw. verantwortlich mit seinen Daten umzugehen, sieht das „Nutzen und Pflichtenmodell“ vor, dass die Unternehmenn die Haftung für den verantwortungsvollen Gebrauch von personenbezogenen Daten übernehmen Diese Methode soll in keinster Weise die Notwendigkeit von Löschungsfristen, effektiver Datensicherheit und Haftungserfordernissen in Frage stellen. Sie soll vielmehr unter Anwendung bewährter Datenschutzprinzipien, praktische Überlegungen zur Erwartungshaltung der Konsumenten und der Art und Weise wie Unternehmen Daten nutzen einbeziehen und berücksichtigten.
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