D/EU: Verwechselungsgefahr im WWW.
Rubrik: NachrichtenR. Olschewski - 2B Advice GmbH - the privacy benchmark
Vorstand eines Weltkonzerns sein, wichtige Persönlichkeiten als Freunde zu haben und die Kontaktdaten all der VIP zu besitzen und dann noch einen anregenden Gedankenaustausch mit ihnen zu pflegen.
Nichts leichter als das, dachte sich ein findiger Facebook Nutzer und trug sich als Eric Schmidt - immerhin Vorstand von Google Inc.-, im weltbekannten Netzwerk ein.
Sehr schnell hatte er auch namhafte Freunde, welche ihm dann wiederrum ihre Mailkonten und Kontaktdaten mit noch mehr berühmten Persönlichkeiten zur Verfügung stellten.
Eine Überprüfung oder Verifizierung der angegebenen Mailadresse oder der Personenidentität erfolgte allerdings nicht. Weder die Kontaktpartner noch der Internetdienstleister zweifelten an der falschen Identität. Zwar drängte das Internetportal auf eine entsprechende Bestätigung über die angegebene Mailadresse. Dies hinderte den Nutzer aber nicht daran das Portal weiter zu nutzen und beispielsweise mit dem YouTube Gründer oder Facebook Vizepräsident private Mails zu tauschen.
Zwischenzeitlich ist der Irrtum zwar von dem Nutzer aufgelöst und seine Erfahrungen im Internet veröffentlicht worden, aber die Verantwortlichen des skandalgeplagten Sozialnetzwerks Facebook, konnten sich offenbar noch zu keiner Stellungnahme durchringen, wie zukünftig derartiger Missbrauch vermieden werden soll.
Wie einfach es ist in eine beliebige Rolle zu schlüpfen und anderen einen falsche Identität zu suggerieren ist dabei erschreckend, insbesondere wenn man bedenkt, dass nicht immer wirtschaftliche oder unseriöse Interessen auszuschließen sind. Auch eine Rufschädigung könnte durch Unbekannte, welche mit fremdem Namen im Netzwerk unterwegs sind, leicht passieren.
Wer daher nicht Opfer von Betrügereien werden will, wird seine Geschäfts- und Kommunikationspartner professionell identifizieren und sich nicht allein auf eine leicht austauschbare Emailadresse verlassen. Ob diese Identifikation durch eine elektronische Signatur oder einen entsprechendes betriebsinternes Verfahren passiert, sollte Gegenstand von entsprechender Organisations- und Sicherheitsberatung sein.
Quelle: techcrunch.com/2010/10/10/being-eric-schmidt-on-facebook/
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