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07/02/2019

DE: LDA Berlin – Erstes „Donnerwetter“ für Onlinebank

2B Advice
Die Landesdatenschutzaufsichtsbehörde in Berlin macht ernst und verhängt eine empfindliche Strafe gegen die Onlinebank N26 wegen des Führens einer „Schwarzen Liste“.
 

Die Berliner Beauftragte für Datenschutz, Frau Maja Smoltczyk, hat die Onlinebank N26 mit einem Bußgeld in Höhe von 50.000 € belegt. Das Bußgeld ist somit eine der höchsten Strafen seit Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) auf dem Gebiet der Bundesrepublik. Das Berliner Start-Up hat verbotenerweise personenbezogene Daten ehemaliger Kunden in einer „Schwarzen Liste“ verarbeitet. Das Führen einer solchen Liste ist allerdings nur bei Kunden zulässig, die unter dem Verdacht der Geldwäsche fallen.

Aufgrund dieser Liste konnten Betroffene keine neuen Konten eröffnen, wodurch ihnen ein Nachteil entstanden ist. Gegen das Bußgeld geht N26 nunmehr vor, zumal sie diese Liste, nach eigenen Angaben, geändert haben und die Betroffenen wieder ein Kundenkonto eröffnen können.

Zu allem Überfluss hatte die Finanzaufsicht BaFin, vor kurzem, bei N26 weitreichende Mängel bei den Vorkehrungen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung entdeckt und diese zur Vornahme von Beseitigungen aufgefordert. Schwerpunkt hierbei war u.a. die Nachbesserung bei der Neu-Identifizierung von Bestandskunden, aber auch die Sicherstellung von angemessener, personeller und technisch-organisatorischer Ausstattung zur Bekämpfung von Geldwäsche.

Anscheinend konnte das Unternehmen (mit einer Bewertung von 2,7 Mrd. Dollar) seit der Gründung in 2015, das schnelle Wachstum nicht mit adäquaten Prozessen und Kundenservice abfangen, so dass nunmehr das Bußgeld die Konsequenz für den schnellen Erfolg ist.

N26 nimmt die Warnung und die Anordnung der BaFin sehr ernst und gelobt Besserung durch Einstellen neuer Mitarbeiter.

Es zeigt sich somit, dass die Aufsichtsbehörden ein Jahr nach Inkrafttreten der DS-GVO, auch nicht mehr vor dem Verhängen von hohen Bußgeldern zurückschrecken.

Tendenz steigend!

Foto: © Visual Concepts - Fotolia

Weitere Informationen:
https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/verstoesse-gegen-datenschutz-50-000-euro-bussgeld-gegen-onlinebank-n26/24375204.html

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